Das war nur der Anfang
Kurzgeschichten kennt man ja. Ob nun Hemingway oder Poe, im Stil der „Gruppe 47″ oder der Heinrich Bölls – im Laufe einer jeden schulischen Karriere kommt man gezwungenermaßen in Kontakt mit dieser besonderen Spezies der Kurzprosa.
Wobei der ein oder andere Oberstufenschüler vielleicht auch schon feststellen musste, dass Kurzgeschichten nicht unbedingt kurz sein müssen. Die wesentlichen Charakteristika wurden im Plenum diskutiert und anschließend im Chor hinuntergebetet. Irgendwann sitzt man im Klassenraum, es herrscht die gespenstische Klausurruhe, nur hier und dort mal ein Husten, ein rollender Kugelschreiber, ein kreischendes Stuhlbein. Vielleicht war es auch die fehlerhaft interpretierte Kurzgeschichte „Das Brot“ vom ehrenwerten W. Borchert, mein persönlicher Fall aus der literarischen Wolke in der neunten Klasse, Anno 2001 (Schätzwert), der mich damals meine kognitiven Fähigkeiten hinterfragen ließ, aber zusammen mit der Vier (-) bekam ich auch die Idee, die Ozeane Hemingways auf eigene Faust zu erkunden. Erfolgreich oder nicht, der Weg ist das Ziel.